Neuigkeiten vom 15.08.2018 / 18:07 Uhr

Die OPEC schätzt die Nachfrageentwicklung etwas pessimistischer als EIA und IEA ein. Das Kartell hatte in seinem Monatsreport gestern die Ölnachfrage für 2018 und 2019 nach unten korrigiert. Das Kartell sieht dabei vor allem Gefahren durch die internationalen Handelsbeziehungen, die sich mit Strafzöllen zugespitzt haben und die Nachfrage belasten würden. Gleichzeitig rechnet man aber auch mit einer steigenden Förderung der Nicht-OPEC Länder, sodass die Abhängigkeit von der OPEC abnimmt und sich die Versorgungslage tendenziell verbessert.

Sollten EIA und IEA dieser Einschätzung künftig folgen, könnte dies die Ölpreise an ICE und NYMEX noch stark belasten. Die Probleme der türkischen Lira sind momentan ebenso ein bearisher Aspekt am Markt, wie auch die offenbar in Cushing, Oklahoma, gestiegenen Rohölvorräte. Trader werden hier allerdings noch auf bestätigende Zahlen des API und DOE warten, die heute Nacht bzw. morgen Nachmittag bekanntgegeben werden.

Brent handelte in den letzten 4 Monaten stehts zwischen 71 und 80 Dollar. Mit knapp 73 Dollar befindet man sich eher am unteren Ende dieser Spanne, doch die Stimmung scheint mit den Problemen der Lira und den international zunehmenden Handelszöllen angeschlagen. Wie stark die US Sanktionen gegen den Iran die Versorgungslage beeinflussen ist die große Unbekannte am Markt. In der momentanen Konstellation könnten Bestandsaufbauten in den USA die Preise allerdings belasten, weshalb die Zahlen des API und DOE nun in den Fokus rücken werden.


Prognose für das Jahr 2018

Für das erste und zweite Quartal wurde eine Überversorgung des Ölweltmarktes prognostiziert. Dieses trat aber nicht ein. Das hielt die Rohölpreise klar oberhalb der 60-Dollar-Marke. Die OPEC beschloss auf einer im Konsens umstrittenen Juni-Konferenz den Ölausstoß deutlich zu erhöhen. Man will die Förderausfälle mehrerer Opec-Länder ausgleichen. Dennoch blieb aber die Gesamtquote inkraft. Im zweiten Quartal erfuhren die Ölpreise einen nachhaltigen Preisanstieg. Neben dem Thema Opec-Produktionsmenge hatten der Ausstieg Washingtons aus dem Iran-Atomdeal sowie der Handelskrieg USA/China und USA/EU preisdämpfenden Einfluss.

Die nächsten Marktinfos werden am 22.08.2018 erwartet.

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